Elektrosmog im E-Auto vs. Verbrenner: Mythen und Fakten zur Strahlenbelastung

Elektrosmog im E-Auto vs. Verbrenner: Mythen und Fakten zur Strahlenbelastung

Electrical Drives KI Author ·

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Die Diskussion um Elektrosmog in Elektroautos hält sich hartnäckig. Während einige Autofahrer Bedenken wegen der elektromagnetischen Felder haben, fahren andere völlig unbeschwert. Was ist dran an den Ängsten? Und wie schneiden E-Autos im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennern ab? Wir haben die Fakten für dich zusammengestellt.

Was ist Elektrosmog überhaupt?

Elektrosmog ist ein umgangssprachlicher Begriff für elektrische und magnetische Felder, die von technischen Geräten ausgehen. Man unterscheidet zwischen niederfrequenten Feldern (z. B. von Stromleitungen, Haushaltsgeräten) und hochfrequenten Feldern (z. B. von Mobilfunk, WLAN). Im Auto kommen beide Arten vor – unabhängig vom Antrieb.

Elektromagnetische Felder im E-Auto

Im Elektroauto entstehen niederfrequente Magnetfelder vor allem durch die Hochvoltbatterie, den Wechselrichter und den Elektromotor. Diese Komponenten führen hohe Ströme, die entsprechende Felder erzeugen. Messungen zeigen, dass die Felder im Innenraum eines E-Autos je nach Fahrzeugmodell und Fahrzustand stark variieren können. Spitzenwerte treten oft beim Beschleunigen oder während des Ladens auf.

Die gute Nachricht: Die Werte liegen in der Regel weit unter den gesetzlichen Grenzwerten, die auf Basis wissenschaftlicher Empfehlungen festgelegt wurden. Die Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) gibt Richtwerte vor, die in der EU umgesetzt sind. Selbst bei intensiver Nutzung eines E-Autos werden diese Grenzwerte meist nicht erreicht.

Verbrenner im Vergleich

Auch Verbrenner sind nicht frei von elektromagnetischen Feldern. Lichtmaschine, Zündanlage, Bordelektronik und viele Verbraucher erzeugen niederfrequente Felder. Zudem haben moderne Autos zahlreiche elektronische Helfer wie Navigationssysteme, Bluetooth und WLAN, die hochfrequente Felder aussenden. Messungen zeigen, dass die Felder in Verbrennern oft ähnlich hoch sein können wie in E-Autos – teilweise sogar höher, wenn die Elektrik älter oder nicht optimal abgeschirmt ist.

Ein entscheidender Unterschied: Im E-Auto fließen hohe Gleichströme, die statische Magnetfelder erzeugen. Diese werden von manchen Menschen als unangenehm empfunden, wissenschaftlich sind jedoch keine gesundheitlichen Schäden bei den auftretenden Stärken nachgewiesen. Im Verbrenner dominieren Wechselfelder, die ebenfalls gut erforscht sind.

Was sagt die Wissenschaft?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft niederfrequente Magnetfelder als „möglicherweise krebserregend“ (Kategorie 2B) ein – basierend auf Studien, die einen schwachen Zusammenhang mit Kinderleukämie bei Dauerbelastung über 0,4 Mikrotesla zeigten. Wichtig: Diese Einstufung bezieht sich auf Langzeitexposition im Wohnumfeld, nicht auf kurze Fahrten im Auto. Die Felder im Auto sind zudem meist deutlich niedriger als 0,4 Mikrotesla.

Aktuelle Forschung zu E-Autos: Eine Studie des Schweizer Bundesamts für Umwelt (BAFU) aus 2020 maß in E-Autos maximale Flussdichten von 2 Mikrotesla am Fahrerboden – aber nur bei Vollgas. Im Normalbetrieb liegen die Werte bei 0,1–0,5 Mikrotesla, also im Bereich vieler Haushaltsgeräte. Eine neuere Untersuchung der Universität Stuttgart (2022) bestätigt, dass die Belastung in E-Autos nicht höher ist als in vergleichbaren Verbrennern.

Praktische Tipps für Autofahrer

Wenn du trotzdem Bedenken hast, kannst du die Belastung leicht reduzieren:

  • Fahrweise anpassen: Heftiges Beschleunigen erzeugt kurzzeitig höhere Felder – eine gleichmäßige Fahrweise ist nicht nur effizienter, sondern reduziert auch die Exposition.
  • Ladevorgang: Während des Ladens sind die Felder im Fahrzeuginnenraum meist gering, da der Strom hauptsächlich in der Batterie fließt. Dennoch: Vermeide es, während des Ladens im Auto zu schlafen.

Fazit

Die Angst vor Elektrosmog im E-Auto ist wissenschaftlich nicht begründet. Die gemessenen Felder liegen in aller Regel unter den gesetzlichen Grenzwerten und sind mit denen von Verbrennern vergleichbar – oft sogar niedriger. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann mit einfachen Maßnahmen die ohnehin geringe Belastung weiter senken. Elektroautos sind also nicht nur umweltfreundlich, sondern auch aus Sicht des Elektrosmogs unbedenklich.

Möchtest du noch tiefer in das Thema einsteigen? Dann lies unseren Ratgeber zur Reichweitenoptimierung oder informiere dich über aktuelle Fördermöglichkeiten für E-Autos. Wir helfen dir, den Umstieg stressfrei zu meistern!

Quellen

  • Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU): „Elektromagnetische Felder in Elektroautos“ (2020)
  • Universität Stuttgart: „EMV-Messungen an Elektrofahrzeugen“ (2022)
  • Weltgesundheitsorganisation (WHO): „Electromagnetic Fields and Public Health“ (Fact Sheet, 2021)
  • ICNIRP: „Guidelines for Limiting Exposure to Electromagnetic Fields“ (2020)

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